Ich komme aus dem schönen Pott 😉 und beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Thema Cuckolding. Nicht nur in Büchern, Geschichten und Foren. Sondern im echten Leben.

Warum lässt mich dieses Thema nicht los?
Ist es nur eine Fantasie oder steckt mehr dahinter?
Wie spreche ich mit meiner Partnerin darüber?
Bin ich „krank“ oder „gestört“?
Bin ich mit diesen Gedanken wirklich allein?
Ich kenne diese Fragen. Aus eigener Erfahrung.
Mit 18 Jahren geriet ich völlig ungeplant in meine erste Cuckolding-Dynamik. Damals wusste ich noch nicht einmal, dass es einen Namen dafür gibt.
Mein bester Freund fragte mich, ob ich bereit wäre, vor seinen Augen mit seiner Freundin zu schlafen. Er hatte bereits mit ihr gesprochen. Sie war einverstanden. Für die beiden war es nicht das erste Mal.
Für mich kam das Thema völlig aus dem Nichts. Ich hatte noch nie von solchen Dynamiken gehört und stand plötzlich vor einer Frage, mit der ich nicht gerechnet hatte. Natürlich musste ich kurz überlegen.
Am Ende sagte ich zu. Wahrscheinlich aus einer Mischung aus jugendlichem Leichtsinn, Neugier und der Tatsache, dass ich sie ziemlich attraktiv fand.
Was danach folgte, war intensiv. Rückblickend war es jedoch nicht das Erlebnis selbst, das mich am meisten beschäftigte.
Es waren die Gedanken danach.
Was war das gerade? Warum hab ich das gemacht? Ist das normal? Wie fühlt er sich jetzt?
Ich konnte in dieser Nacht kaum schlafen. Zu erregt. Zu verwirrt. Ich versuchte ihn noch anzurufen, überzeugt, dass er sauer auf mich sein würde. Am nächsten Morgen bin ich einfach zu ihm gegangen. Er lag noch im Halbschlaf, schaute mich an und lächelte über das ganze Gesicht.
„Nein Man, es ist richtig geil gewesen.“
Aus heutiger Sicht weiß ich: mein Freund ist ein Cuckold. Damals fehlten mir noch die Worte dafür.
Nach diesem Erlebnis fingen die Gedanken an. Nicht über das, was ich getan hatte. Sondern über seine Rolle.
Wie musste er sich fühlen? Warum wollte er das? Und dann, irgendwann, ganz leise: Warum will ich das auch?
Ich fragte mich, wie sich diese Situation wohl anfühlen würde, wenn ich selbst in diesem Stuhl sitzen würde. In seiner Rolle als Beobachter.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Freundin. Trotzdem begann ich darüber nachzudenken, wie es mit einer Partnerin wäre.
Zu meiner Überraschung spürte ich dabei eine deutliche Erregung.
Dieser Gedanke erschreckte mich.
Bei einem zweiten Erlebnis einige Zeit später passierte es dann. Wir waren gerade fertig. Ich ging ins Bad, um mich anzuziehen und frisch zu machen. Als ich herauskam, sah ich die beiden — diesmal waren sie miteinander intim. Ich blieb stehen. Ich schaute zu.
In diesem Moment wurde mir etwas bewusst:
Das Zusehen erregte mich auf eine Art, die ich so nicht erwartet hatte.
Erschrocken über diesen Gedanken, bin ich schnell gegangen. Aber der Gedanke blieb.
Je länger, desto klarer.
Immer wieder tauchte er auf. Nicht jeden Tag. Nicht ständig. Aber regelmäßig genug, um mich nicht loszulassen.
Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass mich diese Gedanken schon seit Jahren begleiten. Trotzdem sprach ich mit niemandem darüber. Aus Angst vor Ablehnung. Aus Angst, missverstanden zu werden. Aus Angst vor den möglichen Konsequenzen.
Erst viele Jahre später sprach ich mit meiner heutigen Frau zum ersten Mal darüber. Nicht perfekt. Nicht souverän. Nicht so, wie ich es heute empfehlen würde.
Rückblickend habe ich viele Fehler gemacht. Ich habe Gespräche zu lange hinausgezögert. Dinge unnötig kompliziert gemacht. Manches zu früh angesprochen. Anderes viel zu spät.
Heute weiß ich, wie wichtig Vorbereitung, Timing und Kommunikation bei diesem Thema sind.
Damals wusste ich es leider noch nicht.
Mit der Zeit wechselte meine Perspektive.
Aus dem Bull wurde ein Cuck.
Die meisten Herausforderungen im Cuckolding entstehen nicht im Schlafzimmer. Sie entstehen im Kopf.
Die Verwirrung. Die Fragen. Das Schweigen, weil man nicht weiß, wie man anfangen soll zu reden.
Unsicherheit. Angst. Eifersucht. Scham. Kommunikation. Timing. Vertrauen.
Genau dort scheitern viele Dynamiken. Nicht weil die Fantasie falsch ist. Sondern weil diese Themen oft unterschätzt, verdrängt oder zu lange nicht angesprochen werden.
Mit der Zeit entstanden immer wieder Gespräche über das Thema. Mal unter Freunden, mal im Bekanntenkreis, mal aus einer Situation heraus, mit der niemand gerechnet hatte. Viele Männer öffneten sich mir, weil sie merkten, dass sie nicht verurteilt werden.
Ich half dabei, Situationen einzuordnen. Typische Fehler zu erkennen. Gedanken zu sortieren. Neue Perspektiven zu finden.
Dabei wurde mir klar, wie viele Männer das Gefühl haben, mit diesem Thema allein zu sein.
Genau daraus entstand schließlich Plan C – Cuckold Coaching.
Weil ich weiß, wie viele Männer jahrelang alleine mit diesen Gedanken herumlaufen. Weil ich weiß, wie viel Unsicherheit, Scham und Verwirrung hinter diesem Thema stecken können. Weil ich immer wieder erlebt habe, wie viel Klarheit entsteht, wenn man endlich offen darüber sprechen kann.
Früher suchte ich vor allem Antworten. Heute weiß ich, dass die richtigen Fragen oft wichtiger sind. Viele Männer brauchen nicht mehr Informationen. Sie brauchen Klarheit.
Genau deshalb begleite ich heute andere Männer auf ihrem Weg.
Mein Ziel ist nicht, dir zu sagen, welchen Weg du gehen sollst. Mein Ziel ist, dir zu helfen, deinen eigenen Weg zu verstehen.
Vielleicht stehst du gerade an dem Punkt, an dem ich selbst vor vielen Jahren stand. Mit Fragen. Mit Unsicherheit. Mit Gedanken, über die du mit niemandem sprechen kannst. Genau dafür gibt es Plan C.
Mein Ziel ist nicht, dir zu sagen, wie deine Beziehung auszusehen hat.
Mein Ziel ist deutlich einfacher.
Manchmal führt Klarheit dazu, dass ein Paar den nächsten Schritt geht. Manchmal dazu, dass jemand bewusst langsamer wird. Beides ist wertvoll.
Mein Coaching ist kein Therapieersatz. Es ist eine ehrliche Begleitung von jemandem, der viele der Fragen aus eigener Erfahrung kennt.
Manchmal erkennt man, dass bestimmte Fantasien besser Fantasien bleiben. Auch das kann eine wertvolle Erkenntnis sein.



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